Eine Reise nach Italien: vom Winter in den Sommer 2016

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Eine Reise nach Italien: vom Winter in den Sommer (letzte Aprilwoche 2016)

Immer wenn unser Nachbar Gerd seine Wohnmobiltour im Deutschland plant, wissen wir, dass dann das Wetter zum Haare ausraufen wird. Jedes Mal tobte bisher da der Wetterbär. Da kann man nur in der guten Stube bleiben oder ganz weit nach Süden ausweichen. Und so war es auch wieder einmal in der letzten Aprilwoche 2016, wo die Temperatur von schon mal 24o C wenige Tage zuvor auf nächtlichen Frost abfiel und tagsüber ein Schneeschauer den Anderen ablöste.

Also fuhren wir am 26.4. im Schneetreiben nach Süden, nach Padua und Florenz, denn dort waren wir noch nicht! Wir hatten bereits Sorge, ob wir problemlos über die Alpen kommen. Aber schon an der ersten Grenze im Inntal klarte es auf. Es wurde laufend wärmer, und nicht der Schnee hielt uns auf, sondern eine unendliche Reihe Lastwagen, die im Dauerstau auf der rechten Spur standen und bis zum Brenner auch ab und zu Stau auf der Überholspur bewirkten. Am Brenner konnten wir dann schon an der Raststelle im Freien in der Sonne sitzen und einen Imbiss nehmen.

Dann ging es bis Verona durch enge Kurven stets durch malerische Alpenlandschaft abwärts ins Tal, und wir fragten uns, warum die Italiener so viel Autobahngebühren verlangen, wenn doch eine Baustelle die andere ablöst. Aber pünktlich 16:00 erreichten wir unser Hotel auf der Piazza die Signori in Padua. Das war das einzige Hotel im historischen Zentrum, das mit Auto erreichbar war und wo das Auto vom Personal in eine Parkgarage gebracht sowie wieder geholt wurde. Die Lage dieses Hotels mit nur 7 Zimmern ist ganz phantastisch gleich neben dem Glockenturm, dem Dom und dem Palazzo della Ragione. Auf allen drei Plätzen beim Hotel – dei Signori, della Frutta und della Erbe ist wochentags Markt! Vom Hotel sieht man erst einmal nur die Metalltür mit dem Eingabetableau für den Eintrittscode. Aber die Stefania kommt auf unser Klingeln gleich hinunter und alles ist geklärt.

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Padua empfängt uns im strahlenden Sonnenschein bei über 20 oC, und vergessen ist das traurige Wetter zu Hause. Es kann gleich losgehen mit der Stadtbesichtigung!

Zwar hatten wir ganz tolles Wetter, aber auch bei Regen ist Padua gut zu erkunden, denn die meisten Strecken durch die Altstadt kann man überdacht in Galerien laufen.

Padua ist ja eine der ältesten Städte Italiens. Es liegt am Rande der Poebene 30 km westlich von Venedig am Fluss Bacchiglione. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Padua hat 210 000 Einwohner und wie alle italienischen Städte eine wechselvolle Vergangenheit!

Der Sage nach wurde Padua von dem Trojaner Antenor um 1184 v. Chr. gegründet. Belegt ist, dass im 4. Jahrhundert v. Chr. am Fluss Bacchiglione ein Fischerdorf entstand. Schnell entwickelte sich die Region zu einem wichtigen Zentrum der Veneter. 302 v. Chr. schlug die paduanische Miliz den spartanischen König Kleonymos zurück.

Nach der Niederlage der Gallier gegen die Römer um 215 v. Chr. wurde das Gebiet der Veneter in das Römische Reich eingegliedert und Padua oder Patavium entwickelte sich zu einer der wichtigsten und reichsten Handelsstädte des Römischen Reiches.

601 erhob sich die Stadt gegen Langobardenkönig Agilulf, der sie nach 12-jähriger blutiger Belagerung eroberte und niederbrannte. Das antike Padua wurde vernichtet; die Überreste des Amphitheaters und einige Brückenfundamente sind die einzigen heute noch erhaltenen Teile.

Die Stadt erholte sich davon nur sehr langsam. Karl der Große brachte Padua 779 unter fränkische Herrschaft. Später wurde die Stadt dem Heiligen Römischen Reich zugeordnet. Otto der Große errichtete in Padua eine Munizipalverfassung mit zwei vorsitzenden Konsuln und erklärte die Stadt zur Freien Stadt. Unter Kaiser Friedrich Barbarossa trat sie 1164 dem Lombardischen Städtebund bei, schloss aber 1177 zu Venedig einen Waffenstillstand mit dem Kaiser, nachdem es 1175 einen Podestà an die Spitze der städtischen Regierung gestellt hatte.

Die Podestàs bedrohten bald die Selbständigkeit Paduas, besonders die aus dem Haus Romano, von denen Ezzelino III. von 1237 bis 1256 eine drückende Tyrannei ausübte. 1256 wurde Padova von den Guelfen erobert. Aufgrund der Missgunst zwischen Volk und Adel übertrug man das Podestat wieder einer Familie, den Carraresi. In dieser Zeit erweiterte Padua seinen Herrschaftsbereich auf einen Großteil von Zentral-Venezien und baute die Stadt stetig aus. So entstanden die mittelalterliche Stadtbefestigung und die zivile und kirchliche Bebauung der Stadt.

1222 wurde – nach Bologna und Modena – die Universität Padua als dritte Universität in Italien gegründet, und einige der wichtigsten italienischen Künstler arbeiteten oder lebten in Padua. Mit dem Niedergang der Familie der Carraresi 1405 verlor auch Padua seine politische Eigenständigkeit und kam unter die Herrschaft Venedigs.

Am Ende des 18. Jahrhunderts endete die venezianische Vorherrschaft. Am 28. April 1797 wurde Padua von den Franzosen besetzt und im Frieden von Campo Formio am 17. Oktober 1797 an Österreich abgetreten, kam aber im Pressburger Frieden vom

26. Dezember 1805 an das von Napoleon gegründete Königreich Italien. Der Pariser Frieden vom 30. Mai 1814 brachte Padua als Teil des Königreiches Lombardo-Venetien indirekt an Österreich zurück (sein König war in Personalunion der Kaiser von Österreich). Am 8. Februar 1848 fand in Padua ein bewaffneter Aufstandsversuch statt, der jedoch von den österreichischen Truppen unterdrückt wurde und in dessen Folge die Universität bis 1850 geschlossen wurde.

Durch den Wiener Frieden vom 3. Oktober 1866 kam Padua mit Venetien an das Königreich Italien. Zu dieser Zeit war Venetien die ärmste Region Norditaliens, was bis in die 1960er Jahre so bleiben sollte. Die Stadt selbst blühte dennoch in den folgenden Jahrzehnten gesellschaftlich und wirtschaftlich auf.

Vom Hotel auf dem Piazza dei Signori starteten wir unsere Sightseeing-Touren – am ersten Tag gen Süden und am nächsten Moregn gen Norden.

Die Piazza die Signori ist ein schöner Marktplatz nahe dem Dom – das einstige Machtzentrum Paduas wird vom Palazzo del Camerlenghi mit dem Uhrturm, Torre dell’ Orologio dominiert, der eine astronomischen Uhr von 1437 trägt. Allerdings funktionierte die alte Uhr nicht mehr, aber das scheint in Italien allen Uhren so zu gehen!

Der Triumphbogen wurde 1531 vorgesetzt. Obwohl etwas kleiner und unscheinbarer gelegen als der große Markt rund um den Palazzo della Ragione hat auch der kleine Markt auf der Piazza dei Signori seinen besonderen Charme. Besonders schön sind auch die beiden Paläste direkt an der Piazza. Der Palazzo del Capitano und die Loggia della Gran Guardia aus dem 16. bzw. 15. Jahrhundert. Während im Palazzo del Capitano die Venezianer über Padua regierten, herrschten die Österreicher in der Loggia della Gran Guardia, die das Kommando der österreichischen Armee beherbergte.

Unser Weg führte natürlich zuerst zum Domplatz, wo sich auch das Diözesemuseum und der Palazzo Monti befinden.

Das Innere des Domes erschien uns vergleichsweise mit den Kirchenbauten anderer italienischer oder polnischer Städte nüchtern. Der Dom ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Padua. Das Bistum Padua leitet sich von frühchristlichen Anfängen her. Reste einer altkirchlichen Kathedrale sowie frühmittelalterlicher Folgebauten befinden sich unter dem heutigen Domvorplatz. 1075 weihte Bischof Uldericus einen neuen, repräsentativen Dom, der jedoch beim Erdbeben von 1117 zerstört und bis 1180 durch eine romanische Kathedrale ersetzt wurde. Deren Lage und Grundriss, einschließlich der ungewöhnlichen Westausrichtung, entsprachen bereits dem heutigen Bau. Beeindruckend sind auch die Fresken der Galerie am Palazzo Monti.

Auf dem schönen Domplatz spielten ganz viele Kinder mit italienischem Temperament.

Vom Domplatz ging es zunächst durch Altstadtgassen zur Via Roma, die sozusagen die Einkaufsstraße ist. Natascha fand, dass die Geschäfte sehr schön gestaltet sind und auch jedes seinen eigenen Stil hat. In Deutschland gibt es so was schon lange nicht mehr.

Neben den schönen Boutiquen gibt es auf der Via Roma auch mehrere Kirchen, jede Menge Palazzos – wie den Palazzo Capodilista, ja sogar einen Wasserweg zum Fluss!

Eine Überraschung bot das Haus des Bieres. Da dachte ich, ich würde alle berühmten Biere der Welt kennen, aber da habe ich ganz falsch gedacht. Hunderte unbekannte Sorten, aber auch das Rauchbier aus Bamberg war hier im Regal!

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Nun erreichten wir den Prato della Valle, den drittgrößten Innenstadtplatz Europas, nach dem Roten Platz in Moskau und dem Place de la Concorde in Paris. Der Platz wurde 1775 konzipiert und errichtet. Mit 90.000 Quadratmetern zieht er jährlich viele Tausend Besucher an. Der Platz wird von einem kleinen Kanal und einem Ring aus 78 barocken Statuen umrundet, darunter auch einer des Erbauers Andrea Memmo.

In der Mitte befindet sich die grüne Insel I’Ilsola Memmia, ansonsten wird der Platz von gepflasterten Wegen, die zum Rollschuhlaufen, Spazieren oder Joggen einladen, dominiert. Der Platz erlaubt den Besuchern einen atemraubenden Blick auf die Paläste und Häuser, die ihn umrunden.

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Südlich des Prato della Valle erhebt sich die Basilica di Santa Giustina, in der sich das Grab des heiligen Lukas befindet. Na wo doch unser kleinster Enkel auch Lukas heißt, wollten wir da unbedingt hinein. Und da hatten wir Glück, denn ein Mönch machte sich gerade daran, kurz vor 18:00 Uhr den Eingang zu schließen. Uns ließ er noch durch!

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Die Basilika ist die Klosterkirche einer Benediktinerabtei. Das Bild des Hochaltars von Paolo Veronese (1575) zeigt das Martyrium der hl. Justina.

Die heilige Justina von Padua wurde nach der Legende im Jahr 304 als 16-jähriges Mädchen unter Kaiser Diokletian wegen ihres Glaubens hingerichtet. Der Präfekt zur Zeit Theoderichs des Großen, ließ im 5. Jahrhundert die erste der heiligen Justina gewidmete Kirche auf ihrem Grab errichten. Von diesem Vorgängerbau ist noch die Grabkapelle mit dem Grabaltar des heiligen Prosdocimus, des ersten Bischofs von Padua, als ältestes frühchristliches Monument Paduas erhalten.

Die Gebeine des Evangelisten Lukas, des Paulusbegleiters, kamen am 3. März 357 nach Konstantinopel, danach wohl im 12. Jahrhundert nach Padua, wo sie seit 1562 in der Basilika Santa Giustina in einem Marmorsarkophag im linken Querschiff ehrenvoll bestattet sind.

Der nahe gelegene, 1545 gegründete botanische Garten Orto Botanico di Padova gilt als der älteste noch bestehende botanische Universitätsgarten (Weltkulturerbe). Hier studierte schon Goethe an einer 1585 gepflanzten, noch heute zu besichtigenden Palme das Blattwachstum. Durch den botanischen Garten erreichten wir die Piazza del Santo mit der Basilica di Sant’Antonio und links daneben an der Südseite des Platzes liegen die Scuola di Sant’Antonio, 1427 als Zunftgebäude errichtet mit Fresken von Tizian (Wunder des hl. Antonius) u. a. sowie das vollständig mit Fresken ausgestattete Oratorio di San Giorgio (1377–1384).

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Inzwischen war es kurz vor 19:00 Uhr und das sahen wir uns zuerst die Fresken an, denn hier wurde 19:00 Uhr geschlossen, während die Basilika noch länger geöffnet war!

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Die Bedeutung der heiligen Bilder wurde uns durch eine Beschreibung in Deutsch erklärt. Da haben wir aber gestaunt!

Die Basilika des Heiligen Antonius in Padua ist eines der berühmtesten und meistbesuchten Heiligtümer Italiens. Sie gehört zu den weltweit 8 internationalen Heiligtümern. Sie ist päpstliche Basilika, der erste große Kirchenbau mit Gewölbe in der Terraferma und wurde zwischen 1232 bis etwa 1310 im romanisch-gotischen Stil errichtet, um das Grab des heiligen Antonius von Padua aufzunehmen.

Diese Wallfahrtskirche ist die bekannteste Sehenswürdigkeit Paduas mit dem Grabmal des hl. Antonio sowie dem Hochaltar mit Bronzestatuen von Donatello.

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Diese Basilika war wieder sehr reich ausgestattet – ähnlich der barocken Pracht, die wir so oft besichtigt hatten. Auf der Piazza del Santo, links vor der Basilika, steht das von Donatello geschaffene bronzene Reiterstandbild des venezianischen Feldherrn Erasmo da Narni, genannt Gattamelata.

Nun aber schwirrte schon der Kopf von den atemberaubenden Eindrücken und durch die romantischen Gassen wanderten wir in Richtung Hotel vorbei an vielen Palazzos und kleineren Kirchen. Eigentlich wollten wir noch schön essen, aber in Padua sind wohl richtige Restaurants Mangelware. Es gibt viele kleine gastronomische Einrichtungen in schlauchförmigen Räumen und einer Theke. Das berühmte Cafe Pedrocchi, ehemals Treffpunkt der Intellektuellen, war leider auch geschlossen.

Aber dann erhob sich vor uns der Palazzo della Ragione, auch Salone genannt.

Er gilt als das heimliche Wahrzeichen Paduas (errichtet ab 1218) und steht zwischen der Piazza delle Erbe, der Piazza delle Frutta und der Piazza die Signori.

Im Untergeschoss befinden sich sehr viele Markthallen und hier konnten wir in der Galerie ganz leckere Meeresfrüchte bekommen – ähnlich dem Fischhafen von Sydney!

Nun war auch dieser aufregende Tag zu Ende und nach wenigen Schritten konnten wir im Hotel bald zur Ruhe kommen.

Der nächste Morgen überraschte uns mit aktivem Markttreiben auf allen drei Plätzen. Im kleinen Cafe am Hotel bekamen wir ein italienisches Frühstück mit Gebäck und sehr viel Lärm. Wir hatten ja schon auf unseren Kreuzfahrten festgestellt, dass sich Italiener wohl nur schreiend unterhalten können, aber das Schiff ist ja weitläufig, das Cafe jedoch nur ein schmaler Schlauch. Das nächste Mal nehmen wir eben Ohropax mit.

Am Markt beeindruckten schöne Textilien, und da haben wir gleich Tischdecken wir die Terrasse erworben. Über den Markt kamen wir zum Palazzo della Ragione, der als eines der berühmtesten in der Epoche der Stadtrepubliken erbauten Denkmäler anerkannt ist. Er war das Zentrum bürgerlichen Lebens der Stadt und diente bis 1797 als städtisches Gericht.

 

Im Obergeschoß über den Markthallen erhebt sich ein deckenbemalter Bogengang, der zu einem großartigen mittelalterlichen Rats- und Gerichtssaal mit den Maßen 82 x 27 m und einer Holzdecke in Form eines umgekehrten Schiffsrumpfes führt.

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Da kommen Erinnerungen an den Rittersaal der Wartburg!

Der schöne Saal ist mit einem Freskenzyklus ausgestattet, der aus 12 Abteilungen besteht. Jede Abteilung ist in drei Reihen mit 9 Bildern aufgeteilt, welche nach dem Apostel, der den Monat bestimmt die allegorische Darstellung des Monats, das Sternzeichen, den Planeten, die Tätigkeiten, Berufe und Konstellationen aufzeigen. Im westlichen Bereich steht ein großes Holzpferd, das 1466 nach dem Vorbild des Reiterdenkmals auf der Piazza del Santo geschaffen wurde. Die Fresken stammen von Giotto (etwa 1300) und wurden nach einem Brand 1420 restauriert.

Nach dem Erlebnis hatten wir noch zwei Besuche vor:

Im Norden der Altstadt steht die Chiesa degli Eremitani, die Kirche der Augustiner-Eremiten (13. Jahrhundert). Die von Goethe überschwänglich bewunderten Fresken von Andrea Mantegna fielen 1944 überwiegend einem alliierten Bombenangriff zum Opfer. Nur 77 Quadratmeter des ursprünglich mehrere 100 Quadratmeter großen Freskos mit 88.000 kleinen Fragmenten wurden gerettet und eine Rekonstruktion auf mathematischer Grundlage durchgeführt.

Im Park nebenan warteten viele Schulklassen auf den Eintritt in das archäologische Museum und in die Scrovegni-Kapelle. In diese wegen ihres Freskenzyklus von Giotto kunstgeschichtlich bedeutende Kapelle wollten wir auch gern gelangen. Sie wurde 1305 auf dem Gelände eines römischen Amphitheaters erbaut, wovon noch Restmauern den Park umsäumen. Aber leider waren für den Tag alle Tickets ausverkauft und so konnten wir nur die Drucke der wunderbaren Fresken mit Motiven aus dem neuen Testament bewundern. Der Giotto war schon ein ganz toller Künstler und es gleicht einem Wunder, wie er vor 700 Jahren die Farben so toll hinbekommen hat.

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So wanderten wir noch ein wenig durch den Norden der Altstadt von Padua und konnten viele schöne Gebäude und Palazzos bewundern.

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In der Altstadt befinden sich aus der Römerzeit einige der ältesten Segmentbogenbrücken der Welt, und da kann man sogar mit dem Auto drüber fahren!

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Und nun war es auch Zeit, diese wunderschöne Stadt zu verlassen. Unser Hauptziel war ja Florenz und da fuhren wir erst einmal durch flaches Land bis Bologna.

Ab Bologna ging es hoch in die Berge der Apenninen, wo wir sogar schneebedeckte Berge in der Ferne erkennen konnten. Im ersten Rasthof wollten wir in wunderschöner Landschaft gern etwas essen, aber da haben wir die Rechnung ohne die italienische Raststättenkultur gemacht: Lange Schlangen vor dem Restaurant und auch in der Selbstbedienung vor dem Buffet. Alle Stehtische waren dicht umdrängt. In den Raststätten gibt es auch keine Bänke im Freien. Aber als gelernter DDR- Bürger hat man ja stets Notproviant dabei, und der war hier die Rettung! Auf einer Hochrasenkante fanden wir ein Picknickplätzchen und konnten dann gesättigt durch die prächtige Berglandschaft bis nach Florenz fahren.

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Bald lag Florenz im Tal unter uns:

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Bei der Einfahrt ins Zentrum erlebten wir eine neue Besonderheit Italiens. Ich wollte gleich für die Rückfahrt tanken und fuhr eine Tankstelle mit der Dieselpreisanzeige 1,23 € an. Es kam auch gleich der Tankwart und begann zu füllen, doch da merkte ich nach ein paar Litern, dass an der Säule 30 Cent mehr angezeigt wurden. Stopp, was soll das? „Servicegebühr 30 Cent pro Liter!“ Und das geht wohl so an allen Tankstellen. Auf der Rückfahrt haben wir eine Tankstelle mit 6 Säulen angefahren – an 4 mit Selbstbedienung musste man etwas warten, die 2 Säulen mit Service waren die ganze Zeit frei. Dafür musste man aber an der Selbstbedienung zuerst Geld in einen Automaten geben und die Tanksäule wählen. Ganz schön kompliziert! Restgeld gibt der Automat nämlich nicht zurück! Er gilt für alle 4 Säulen. Da wir nur 50-€-Scheine hatten, mussten wir daher zuerst wechseln gehen.

Durch enge Straßen und vorbei am Hauptbahnhof kamen wir bald schon an der Piazza Santa Maria Novella an, wo sich unser gebuchtes Hotel Rom befand – das war ein Glückstreffer, denn diese Hotel steht an einem großen verkehrsberuhigten Platz, man kann mit dem Auto vorfahren und das Auto wird vom Hotelpersonal in eine Garage gefahren. Das Hotel selbst war seine 4* Sterne wert, und auch das Frühstück war nicht nur italienisch mit süßem Gebäck sondern man hatte eine Auswahl wie in deutschen Hotels dieser Klasse auch.

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Auf dem Platz gaben Musiker gerade ein schönes Konzert und wir nahmen uns nach dem Einchecken und dem Beziehen unseres Zimmers erst einmal vor, einen Orientierungsrundgang durch die Altstadt zu unternehmen. Wir hatten uns ja zuvor schon über die Kulturschätze von Florenz informiert und da sehr viel vorgenommen für die 4 Tage!

Florenz ist Hauptstadt sowie größte Stadt der Toskana mit 377.207 Einwohnern. In der Metropolregion leben aber 1,5 Millionen Menschen.

Florenz ist für seine Geschichte berühmt. Als Zentrum des mittelalterlichen europäischen Handels- und Finanzwesens war es eine der reichsten Städte des 15. und 16. Jahrhunderts. Florenz gilt als die Wiege der Renaissance. Aufgrund seiner kulturellen Bedeutung – insbesondere für die bildende Kunst – wird es schon seit dem 19. Jahrhundert auch als das „italienische Athen“ bezeichnet.

Die Geschichte von Florenz ist heute deshalb so bekannt, weil sie um das Jahr 1520 von Niccolò Machiavelli (1469–1527) erstmals aufgeschrieben wurde.

Florenz wurde nach 59 v. Chr. von Julius Cäsar als Colonia mit dem Namen Florentia (nach der römischen Göttin der Blumen und des Pflanzenwachstums) im fruchtbaren, aber noch teilweise sumpfigen Arnotal errichtet. Die Colonia bestand erstens aus einem Militärlager, dem Castrum, dessen quadratische Anlage sich auch heute noch im Straßenverlauf widerspiegelt. Mit dem Aufkommen des Feudalismus expandierte die Stadt im 12. Jahrhundert und wurde autonom. Die Bürgerschaft gewann an Macht und es kam zu erbitterten Streitereien zwischen den kaisertreuen Ghibellinen und den später siegreichen Anhängern des Papstes, den Guelfen

Im 14. und 15. Jahrhundert blühte die Stadt auf und setzte die Maßstäbe in der europäischen Kunst und Kultur. Viele Künstler und Gelehrte siedelten sich an (z. B. Donatello, Botticelli; später Michelangelo, Machiavelli, Leonardo da Vinci und Galileo Galilei). Es entwickelte sich die kulturgeschichtliche Epoche der Renaissance.

Florenz wurde gleichzeitig Handels- und Finanzzentrum. Die reiche Familie der Medici stieg im 15./16. Jahrhundert zu einer Großmacht auf und prägte die Stadt wie keine andere Familie. Cosimo I. de’ Medici war der erste bedeutende Medici, der die Stadt nach und nach eroberte. Cosimo lebte kurze Zeit im Exil, als die Medici durch gegnerische Familien gestürzt worden waren. Nachdem jedoch die Wirtschaft aufgrund der Abwesenheit der Medici zum Erliegen gekommen war, kehrte Cosimo aus seinem Exil zurück und übernahm 1537 als Herzog die Regentschaft. Durch ein geschicktes Spiel und präzise ausgewählte Kundschaft schuf sich Cosimo ein Netzwerk aus bedeutenden Politikern, Handelsleuten und bis in die höchsten Ränge der katholischen Kirche. Zweimal haben die Medici auch ihre Töchter mit dem König von Frankreich verheiratet. Die Tatsache, dass die Medici als die privaten Bankiers des Papstes fungierten, machte sie schnell zu einer angesehen Bankiersfamilie. Doch hinter den Kulissen war die Politik jener Zeit von Intrigen und Skandalen erschüttert. Der Einfluss der Medici und der geschickte Geschäftssinn ließen Florenz prosperieren und zur Kulturhochburg zweier Jahrhunderte in Europa aufsteigen. Stellvertretend steht hierfür unter anderem die Fertigstellung der Kuppel der Santa Maria del Fiore, die als technische Meisterleistung gilt.

Doch die kulturelle Bedeutung von Florenz schwand im 17. Jahrhundert. Die Medici, die lange Zeit die Stadt geprägt hatten, starben aus, und als Franz I. Stephan, der Ehemann von Maria Theresia, ihr Nachfolger und als Franz II. Großherzog der Toskana (1737–1765) wurde, gelangte Florenz in den Besitz der Habsburger.

1859 verloren die Österreicher aber gegen Frankreich und das Königreich von Sardinien-Piemont, Florenz wurde 1861 Teil des Vereinigten Italiens. Die Stadt folgte Turin 1865 als italienische Hauptstadt nach und beherbergte so das erste Parlament des neuen Staates, verlor die Würde aber bereits 1871 an Rom.

Die historische Altstadt von Florenz spiegelt die überragenden Leistungen der Stadt auf dem Gebiet der Architektur wider.

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Hierbei sind insbesondere zahllose Bauten von der Zeit der Protorenaissance bis zur Herrschaft der Medici im 15. und 16. Jahrhundert entstanden, die die enorme wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Stadt zu dieser Zeit belegen. Die Entstehung vieler Bauten der Stadt wurde dabei durch die Bankiers und Kaufleute der Stadt gefördert.

Die florentinische Architektur ist insbesondere durch die zu Beginn des 15. Jahrhunderts durch Brunelleschi, Donatello und Masaccio formulierten Prinzipien der Renaissancearchitektur geprägt, die weit über die Stadt hinaus Bedeutung erlangt haben. Die historische Altstadt von Florenz wurde 1982 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen, wobei es hierzu im Antrag heißt, dass „jede Rechtfertigung hierfür lächerlich und unverfroren“ sei, da sich hier die „weltgrößte Anhäufung universell bekannter Kunstwerke befindet“.

So waren wir dabei, eine riesengroße Bildungslücke durch den Besuch dieser großartigen Stadt zu schließen und das taten wir, indem wir alle Museen, Paläste und Kirchen aufsuchten, die in dieser Karte angegeben sind. Es waren aufgrund unserer zentzralen Hotellage kurze Spaziergänge.

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So begannen wir am Ankunftstag den Rundgang in der schönen Basilika Santa Maria Novella mit ihren Klosteranlagen. Die Besichtigung kostet Eintritt, aber mit meinem Schwerbehindertenausweis war es für mich und Begleitung kostenlos – wie auch in allen anderen Museen und Kirchen der Stadt. Großzügig, die Italiener!

Die Basilika wurde anstelle der Andachtsräume der Dominikaner von Santa Maria delle Vigne aus dem 10. Jahrhundert errichtet und im 14. Jh. vollendet.

Innen ist zu erkennen, dass es sich eigentlich um einen gotischen Bau handelt, allerdings in der typischen italienischen Version. Im Mittelschiff gibt es zwar Spitzbögen und ein Kreuzrippengewölbe, aber die Seitenschiffe sind durch Rundbögen vom Hauptschiff getrennt, die wieder so hoch und breit sind, dass sich weitgehend der Eindruck eines Einheitsraumes ergibt. Eine Besonderheit der toskanischen und umbrischen Architektur ist die Ornamentierung von Bögen und von ganzen Wänden mit alternierenden Farbschichtungen.

Santa Maria Novella ist eine Klosteranlage und verfügt außer der Kirche mit 3 Schiffen
(100 m lang) über zwei Kreuzgänge und diverse Klostergebäude.

Einer der schönsten Räume der Anlage ist der Kapitelsaal. Er wird die „Spanische Kapelle“ genannt, die zwischen der Kirche und dem äußeren Kreuzgang liegt. Sie wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet. Die Fresken stellen Szenen aus dem Leben des heiligen Thomas von Aquin dar.

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Die Fresken der Hauptchorkapelle Cappella Tornabuoni stellen Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria dar. Die dazugehörige Geschichte entstammt nicht der Bibel, sondern einer apokryphen Schrift, dem Protevangelium des Jakobus, entstanden etwa zwischen 150 und 200 n. Chr. Die Eltern Marias, Anna und Joachim, hatten trotz zwanzigjähriger Ehe noch keinen Nachwuchs bekommen. Anna empfing Maria nach eigenen Gebeten und Fasten ihres Gemahls ohne körperliche Vereinigung nach der Mitteilung eines Engels. So ist eben Maria – wichtig für die kirchliche Auslegung – auch unbefleckt zur Welt gekommen. Tolle Story!

Nach der Basilika machten wir uns auf den Weg zum Domplatz mit einer kleinen Pause in der auch sehr großen Kirche Santa Maria Maggiore, wo ich mein Käppi liegenließ. Das Gleiche ist mir ja auch in der Kathedrale von Barcelona passiert.

Am Domplatz kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Die Kathedrale Santa Maria del Fiore in Florenz ist die Bischofskirche des Erzbistums Florenz und somit Metropolitankirche der Kirchenprovinz Florenz. Ihre gewaltige weltbekannte Kuppel, das Hauptwerk Brunelleschis, gilt als technische Meisterleistung der frühen Renaissance. Aber ganz ungewöhnliche Pracht strahlt die komplette Verkleidung des Gebäudes mit weißem, grünem und rötlichem Marmor aus. Wenn man es auf dem Foto sieht, denkt man „Na schön!“. Aber wenn man davor steht, kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Eine ganz phantastisch- ungewöhnliche, nur am Ort zu bewundernde Pracht.

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Am Platz steht ja nicht nur der imposante Dom, sondern daneben auch das Baptisterium. Das Baptisterium San Giovanni (Johannes der Täufer ist gemeint) ist die Taufkirche des Doms von Florenz, die mit ihrem auf die Antike rückgreifenden Stil eines der zentralen Werke der florentinischen Protorenaissance ist. Die Kirche wurde im 11. Jahrhundert geweiht. Vorbild dürfte das Baptisterium von San Giovanni in Laterano gewesen sein. Bis ins 13. Jahrhundert hatten den Bewohnern der Stadt das Baptisterium San Giovanni sowie einige kleine Kirchen zur Repräsentation genügt. Erst 1296 entschloss man sich zum Bau eines Doms. Der Bau sollte Ausmaße haben, wie sie die Toskana nie zuvor gesehen hatte. Der Entschluss kam jedoch nicht aus einem religiösen Impuls, sondern vielmehr aus dem Wunsch nach einem weithin sichtbaren Monument, nicht zuletzt in Konkurrenz zu Venedig und Pisa sowie dem 1229 begonnenen Dombau in Siena.

Um den Dom herum war eine riesige Menschenmenge, und am Aufgang zur Kuppel stand eine lange Schlange an. Da setzten wir uns besser vor den Dom und tranken ein Gläschen Wein im Anblick des kolossalen Bauwerks!

Um für den nächsten Morgen ein längeres Anstehen zu vermeiden, holte ich kurz vor Kassenschluss die Kombitickets für Kuppel, Glockenturm (Campanile) Dommuseum und die Ausgrabungen zur Vorgängerkirche Santa Reparata. Die galten 48 Stunden und waren wieder für Schwerbehinderte und Begleitung komplett gebührenfrei.

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Rund um den Dom konnte man domseitig des gewaltige Bauwerk bewundern und gegenüber dem Dom lagen viele kleine Delikatessenläden, Cafes und Restaurants.

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In Richtung Süden führen zwei Fußgängerzonen über den Platz der Republik in Richtung Arno. Man kommt an uralten Palazzos vorbei, in denen inzwischen supermoderne Boutiquen eingerichtet wurden. Den ganzen Weg säumen links und rechts verschiedene Verkaufsstände, und ich frage mich immer wieder, wer denn all die gefälschten Gucci-Taschen kauft.

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Bald schon sahen wir den Palazzo Vecchio durch eine breite Straße und dorthin zur Piazza del Signoria wollten wir ja. Die Piazza della Signoria in Florenz ist einer der großen zentralen Plätze der Stadt und zugleich einer der berühmtesten Plätze Italiens. Zur Zeit der Republik war sie mit dem Palazzo Vecchio das politische und soziale Zentrum der Stadt. Namensgebend für den Platz war die Signoria, die republikanische Regierung der Stadt.

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Die Piazza della Signoria in Florenz ist und bleibt das weltliche Herz der Stadt. Loggia della Signoria und Palazzo Vecchio, berühmte Skulpturen wie der David oder die Judith mit dem Kopf von Holofernes sowie der Neptunbrunnen sind dicht umlagert. Das Sprachgewirr ist babylonisch. Pferdekutschen warten auf Touristen und junge Bangladeshi versuchen ihre Rosen an die Frau zu bringen. Zu allem Überfluss grenzen auch die Uffizien an den Platz.

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Und hier fanden wir auch im Abendsonnenschein einen schönen Platz zum Abendessen!
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Obwohl am zentralen Platz vor dem Palazzo Veccio und neben der Frontseite der Uffizien waren Preis-Leitung des Ristorante okay. Ein Florentiner Kalbs-T-Bone Steak für 18 € ist sogar ein sehr guter Preis. Dazu war die Unterhaltung mit dem Kellner noch ganz lustig. Zum Abschluss des Abends nahmen wir einen Blick in den Palazzo und spazietrten durch den Innenhof der Uffizien zum Arno, vorbei an der historischen Vecchio-Brücke durch romantische Gassen zur Piazza Trinita und dann wenige Schritte weiter am Palazzo Strozzi waren wir schon ganz nahe am Hotel.

In einer der Gassen hatte ein Modegeschäft den Namen „Angela Caputi“.

Ach wenn das doch wahr wäre!

So schnell hatten wir einen großen Teil der Altstadt bereits kennen gelernt!

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Am zweiten Tag hatten wir nachmittags Eintrittskarten mit Führung für den Palazzo Pitti vorab im Internet erworben. Auch für die Uffizien und die Galleria dell Academia hatten wir bereits die Tickets in der Tasche, denn der Andrang ist dort stets groß, und es kann passieren, dass an der Tageskasse alle Tageseintritte verkauft sind (ist uns ja auch in Padua für Scrovegni-Kapelle oder früher schon mal in Granada für Alhambra passiert).

So hatten wir vormittags Zeit für die Dommuseen, die Museen von San Lorenzo und die große Markthalle Mercato.

Wir waren am Dom früh dran, um dem Massenandrang zu entgehen. Der Dom selbst mit freiem Eintritt öffnete erst nach der Morgenmesse um 10:00 Uhr, alle anderen Museen und Turmbesteigungen hatten aber ab 8:00 Uhr geöffnet. Leider muss man zum Besteigen der Domkuppel oder des Campanile jeweils über 400 Stufen nehmen, und darauf mussten wir leider verzichten. Um all die Wege und Besichtigungen problemlos zu schaffen, hatte ich ja meinen Rollator mitgenommen, und das erwies sich nicht nur wegen der Bewältigung der Wege als Segen, denn wir mussten uns so niemals anstellen, es gibt extra Eingänge für Schwerbehinderte! Sogar wenn wir in einer Etage eines Museums waren kam stets unaufgefordert eine freundliche Aufsichtsperson auf uns zu und organisierte eine Fahrt mit dem Aufzug.

Wir begannen mit dem Baptisterium, und wieder konnten wir nur mit offenem Mund staunen. Zunächst staunt man über die bronzenen Pforten an den Eingängen im Osten, Süden und Norden. In jeweils 28 vergoldeten Feldern sind Geschichten aus der Bibel dargestellt. Heute sind die Pforten im Baptisterium Kopien, die Originale werden besonders geschützt im Dommuseum „Museo dell’Opera del Duomo“ ausgestellt.

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Im Innern beeindruckt das Mosaik in der 26 m übergreifenden achteckigen Kuppel aus dem Jahre 1320. Im Osten über dem Chor ist ein kolossaler Christus als Weltenrichter mit dem Paradies zur Rechten und der Hölle zur Linken.

Das Dommuseum ist supermodern konzipiert mit einer großen Statutenhalle mit den echten Pforten des Baptisteriums und zusätzlichen Ausstellungsräumen auf drei Ebenen.

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Es gibt hier eine Reihe weltberühmter Exemplare der florentinischen Bildhauerkunst. Die Pieta von Michelangelo hatte dem 80jährigen nicht gefallen und er zerschlug sie zunächst, wonach sein Schüler sie wieder zusammensetzen musste. Neben vielen weiteren Kunstwerken wie der Holzskulptur der verhärmten Madonna von Donatello sind auch Werkzeuge und Verfahren des Dombaus vor 700 Jahren gezeigt.

Inzwischen war es auch schon weit nach 10 Uhr und der Dom war für Besucher geöffnet. Am Domeingang war dichtes Gedränge, und es gab Wartezeichen bis zu einer Stunde, aber wir kamen durch den Seiteneingang sofort hinein.

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Das Innere des Domes ist erhaben, aber vergleichsweise nüchtern. Der Florentiner Dom ist, bezogen auf die Länge des Längsschiffs, die viertgrößte Kirche in Europa Seine Abmessungen betragen 153 Meter in der Länge und 38 in der Breite. während das Fundament der Kuppel 90 Meter breit ist. Die Gewölbehöhe der beiden Seitenschiffe bemisst sich auf 23 Meter, diejenige des Mittelschiffs 45m. Im Inneren der Kuppel beträgt die lichte Höhe vom Boden bis zur Spitze 90 Meter. Außen ist sie mit Laterne mehr als 114 Meter hoch. Die Innenbemalung der Kuppel ist in ihren Ausmaßen riesig und gilt als der flächenmäßig größte Fresken-Zyklus zu einem christlichen Thema. Hunderte von Kolossalfiguren gruppieren sich auf insgesamt 4000 m² um den Weltenrichter herum, den man in der unteren Mitte mühsam erkennen kann.

Traum des Malers soll es gewesen sein, Michelangelos „Jüngstes Gericht“ in der Sixtinischen Kapelle zu übertreffen. Aber dieses Riesenwerk ist nicht unproblematisch.

Denn es ist so weit vom Boden entfernt, dass man kein einziges Detail hinreichend erkennen kann.

An der linken, nördlichen Kirchenwand befinden sich zwei sehr ähnlich aussehende Fresken von Reitern. Das rechte „Monument für Giovanni Acuto“ stammt aus dem Jahr 1436, es zeigt den Söldnerführer Giovanni Acuto, der eigentlich John Hawkwood hieß, Engländer war und im Dienst von Florenz stand. Dass er hier im Dom verewigt wurde beweist, welche Bedeutung solche Militärführer im 15. Jahrhundert haben konnten.

Links davon befindet sich ein Fresko: Das 1456 gemalte „Monument für Niccolò da Tolentina“, einen weiteren berittenen Söldner.

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Giotto, schon 68 Jahre alt, richtete seine ganze Energie auf den Campanile, der in kürzerer Zeit zu vollenden war. So wollte er Florenz wenigstens mit dem Campanile ein alles überragendes Wahrzeichen schenken. Bei Giottos Tod im Jahr 1337 war erst das erste Geschoss fertiggestellt. Andrea Pisano und Francesco Talenti beendeten den Bau 1359 mit einigen Änderungen. Der Turm ist 85 Meter hoch geworden. Im Turm sind insgesamt zwölf Glocken untergebracht. Sieben Glocken bilden das Hauptgeläut, das seit 2000/2001 über einen neuen elektrischen Läutantrieb verfügt.

Unter dem Glockengeläut verließen wir den Domplatz, um nur 200 m weiter auf einen weiteren Kirchenplatz zu gelangen: San Lorenzo!

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Die Basilica di San Lorenzo ist eine der größten Kirchen in Florenz und steht im Zentrum des Marktviertels. Sie wurde 393 geweiht und ist eine der vielen Kirchen der Stadt, die für sich beanspruchen, die älteste zu sein. Dreihundert Jahre lang war sie die Kathedrale der Stadt, bevor sie diesen Status an Santa Reparata verlor, die heute durch den Dom überbaut ist. Darüber hinaus war sie die Pfarrkirche der Medici, bei denen der Vorname Lorenzo deswegen häufig auftritt. Der Begründer des Ruhmes der Familie Medici, Cosimo I. steht auch in Stein vor der Basilika.

1419 bot Giovanni di Bicci de’ Medici, der Vater des Cosimo, an, eine neue Kirche anstelle des ursprünglichen Baus zu finanzieren. Filippo Brunelleschi wurde mit dem Entwurf beauftragt. Er war bereits mit der Planung des Kuppelbaues des Domes beschäftigt und sein Ruhm hatte sich damit vermehrt. Zunächst bezog sich der Auftrag nur darauf, eine Sakristei als Erweiterungsbau der alten romanischen Kirche San Lorenzo zu bauen, die heutige „Alte Sakristei“. Damit erregte er Aufsehen und wurde nun auch mit der Planung eines neuen Langhauses beauftragt, das der erste Kirchenbau der Renaissance und damit der erste Kirchenbau der modernen Kunstgeschichte werden sollte. Der Innenraum ist ein hervorragendes Beispiel für die Architektur der Früh-Renaissance in einem traditionellen längsgerichteten Gebäude, das damit also außerhalb des Ideals vom reinen Zentralbau stand. Hier wurde zum ersten Mal Brunelleschis neuartige Konzeption von einem an der Linearperspektive orientierten Raum verwirklicht, der durch Fluchtlinien bestimmt ist, die alle in einem Punkt zusammenzulaufen scheinen. In der Basilika selbst gibt es eine Reihe schöner Seitenkapellen, eine wunderschöne Kuppelinnenbemalung, die facettenartige Decke und zwei vom Meister Donatello geschaffene Kanzeln zu bewundern.

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Die Basilika steht hier aber nicht allein, vom ersten der beiden Kreuzgänge kommt man nach oben in die Bibliothek der Medici und nach unten in die Gruft unter dem Altar, wo sich auch der Sarkophag vom Cosimo dem Älteren (der hatte noch keine Nummer, war eben nur bürgerlich, kein Herzog) sowie die Grabplatte von Donatello befinden.

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Die Bibliothek hat einen wunderschönen großen Lesesaal für die Mönche und andere wissbegierige Besucher sowie eine komfortable Lesestube für die Medicis selbst, getrennt von den gemeinen Besuchern. Es gibt hier wunderschöne handgeschriebene Bücher vom 5. Jh. an. Die Bibliothek enthält 10 000 wertvolle Werke, darunter auch ein Manuskript von Vergil und Handschriften von Dante und Boccaccio.

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Aber es gibt auch eine Sammlung von edlen Kirchengegenständen im Bibliotheksmuseum.

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Nach so vielen Eindrücken gibt es viel Hunger und Durst. Da liegt es nahe, zum nahegelegenen berühmten Florentiner Markt zu pilgern. Allerdings ist das gar nicht einfach, denn alle Gassen zu Markt sind schon vollgestellt mit Verkaufsständen. Wieder muss man sich fragen, wer denn all das Zeug kauft?

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Die Händler sind meist Immigranten – Inder, Schwarzafrikaner und jede Menge Muslime aus den verschiedensten Gegenden. Im Markt selbst ist das Gedränge gar nicht mehr so groß, obwohl der Markt schon orientalisch wirkt. Das Angebot ist  überwältigend und schön bunt. An einem der Fischstände gab es Hocker und man konnte direkt im Angesicht der Auslagen bestellen und essen.

Wir nahmen eine große Mixplatte mit Calamari, Dorsch und Sprotten. Wein gab es nur in Plastikbechern für 1 €, aber geschmeckt hat der auch!

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Das war schon ganz schön urig am Markt. Nun konnten wir uns bis zum nächsten Höhepunkt etwas ausruhen, denn 15:00 wollten wir ein Taxi zum Palazzo Pitti nehmen, der auf der anderen Seite des Flusses liegt.

Hier in Florenz erlebte ich zum ersten Mal einen ehrlichen Taxifahrer in Italien – genau nach Taxameter. Da gibt man gern ein Trinkgeld.

Die Menschenmenge vor dem Palast war überschaubar. Offensichtlich wissen viele Touristen nicht, dass der Palazzo ein Juwel und den Uffizien mindestens ebenbürtig ist. Pünktlich meldete sich vor dem Ticketschalter unsere bestellte Begleiterin, eine Österreicherin. Zu unserem Erstaunen musste sie erst die Eintrittskarten holen, die sie aber auf meinen Ausweis hin auch umsonst bekam. Da hat die Agentur mit uns gut Geld gespart, denn es war ja alles schon über das Internet voll bezahlt!

Das oft als „Pitti Palast“ bezeichnete Gebäude, das heute Sitz mehrerer bedeutender Museen ist, wurde in der 2. Hälfte des 15. Jh. erbaut, vermutlich auf der Grundlage des Entwurfs von Filippo Brunelleschi für Luca Pitti. Nachdem die Pittis der Teilnahme an der Verschwörung der Pazzis überführt wurden, blieb der Bau für fast einhundert Jahre unvollendet. Erst nachdem er 1549 an Eleonora von Toledo, die Gattin Cosimo I. de’ Medici, verkauft worden war, begann man mit Um- und Erweiterungsbauten und der Anlage des Boboli-Gartens. Der Palazzo wurde somit zum offiziellen Wohnsitz der Herrscherfamilie. Im Jahre 1565 baute man einen langen Korridor, der den Palazzo Pitti über die Kirche Santa Felicità, die Brücke Ponte Vecchio und die Uffizien mit dem Palazzo Vecchio auf der anderen Seite des Arno verbindet. So konnten die Palastbewohner vom gemeinen Volk unbehelligt zwischen Wohnsitz und Rathaus hin- und herpendeln. Der Palazzo Pitti war seit dem 16. Jahrhundert Residenz der Herzöge von Toskana (ab dem 18. Jh. aus dem Hause Habsburg), später die Florentiner Residenz des Königs von Italien. König Viktor Emanuel III. trat ihn 1919 an den italienischen Staat ab – seitdem sind der Palazzo Pitti und seine Gemäldesammlungen öffentlich zugänglich, darunter die Galleria Palatina der Medici mit Werken von Tizian, Giorgione, Raffael und Rubens und die Galleria d’arte moderna mit Werken vom Klassizismus bis zum Beginn des italienischen Futurismus an der Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts – auch mit vielen Gemälden der napoleonischen Ära..

Die Räume der Sammlungen sind alle prächtig ausgestattet, mit wertvollen Tapeten, Möbeln sowie viel Reliefs und Fresken an den Decken. Auch der Thronsaal des Königs ist erhalten. Ehrlich gesagt, wir empfanden die Sammlungen des Palastes noch großartiger als die der Uffizien! Aber schauen wir uns doch ein paar Eindrücke an.

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Eine besondere Kunstform ist in Florenz beheimatet: Intarsien aus edlen Steinen. Die Kunst mit Steinen umzugehen wird auch in der Skulpturensammlung gezeigt.

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Die schönsten Skulpturen stehen in der Galerie „Neue Meister“ (d‘arte moderna) inmitten von Schlachtengemälden des 19. Jh.

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Gut dass es digitale Fotografie gibt! Wie sollte man sonst die vielen Eindrücke im Nachhinein nachvollziehen?

Aber der Tag war auch nach 3 Stunden Palazzo noch nicht zu Ende! Es ging ja noch über die bebaute Vecchio-Brücke durch die Altstadt zum Hotel! Auf der Vecchio-Brücke gibt es ausschließlich Schmuckläden, wie überhaupt in Florenz alles gut sortiert ist. Da gibt es ganze Straßenzüge nur mit superteuren Boutiquen, mit Antiquitäten, mit billigen Marktständen, mit Fressbuden, mit Schuhläden….

Beeindruckend ist, wie in den alten Palazzos unten supermoderne Läden integriert sind.

Aber bevor wir durch die Brücke mit dem vielen Gold pilgerten, mussten wir uns erst mal mit einem Glas Wein am Eingang zur berühmten Brücke stärken!

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Nach diesen phantastischen Eindrücken waren wir schon gespannt auf den nächsten Tag, an dem wir 11:00 Uhr den Eintritt in die Uffizien gebucht hatten.

Wir spazierten ab 9:00 Uhr durch die alten Straßen und Gassen um neue Eindrücke zu sammeln – zum Beispiel die sehr bunten Auslagen eines typisch italienischen Krämerladens im Untergeschoß eines alten Palazzos. Ab 10:00 schauten wir uns auf dem Platz della Signoria etwas genauer um. Der Versuch, an der Kasse der Uffizien unsere Tickets gleich abzuholen war nämlich gescheitert. Die Karten für den 11-Uhr-Slot werden nämlich genau zwischen 10:50 und 11:00 ausgegeben. Etwas anderes lässt der Computer gar nicht zu. Wer da zu spät kommt, den bestraft eben das Leben.

Einen Espresso nahmen wir im berühmtesten Cafe im Palazzo Monti ein, gleich 5-fach teurer im Vergleich zu den Straßencafes.

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Die Skulpturen an der rechten Vorderfront der Uffizien und vor dem Palazzo Vecchio sind auch eine längere Betrachtung wert. Neben dem berühmten David von Michelangelo (Kopie) erschlägt der marmorne Herkules den Cacus (Sohn des Vulkanus) und die Judith enthauptet gerade den Holfernes. Auch der Perseus in Bronze hält vor der Front der Uffizien den Kopf der Medusa in der Hand und die Sabinerinnen werden auch noch geraubt. Schlimm war es in der Antike!

Im Innenhof der Uffizien vergisst man schnell die Schreckensszenarien, denn hier wollen Künstler gern Touristen malen und stellen auch sonst ihre Werke aus.

Wir aber konnten durch die Schleuse wie am Flughafen dann endlich in die Uffizien gelangen. Der ursprüngliche Verwaltungssitz der Medici beherbergt heute die meistbesuchte Galerie der Stadt. Reguläre Wartezeit am Ticketschalter außerhalb der Saison: 90 Minuten! Die Ursprünge der Uffizien reichen bis in das Jahr 1560 zurück, als Cosimo I. den Auftrag für einen großen zweiflügeligen Palast vergab, in dem öffentliche Ämter untergebracht werden sollten – für Verwaltung und Gerichtsbarkeit. Den Anstoß für die Kunstsammlungen gab 1581 der Sohn Cosimos Francesco I.

Heute rühmen sich die Uffizien unzähliger bedeutender Kunstwerke aus Mittelalter, Renaissance und Neuzeit! Nicht nur die Werke florentinischer Standardkünstler wie Donatello, Michelangelo oder Ghirlandaio sind hier vertreten, man trifft auch auf Giottos, Tizians, Caravaggios, Veroneses, Botticellis, Leonardos, Tintorettos, Dürers, Goyas, Rembrandts, Cranachs oder Raffaels.

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In den langen Gängen des hufeisenförmigen Gebäudes stehen vielfältige Skulpturen.

Es führen Türen zu den einzelnen themenbezogenen Ausstellungen. Auch hier kann man nur eine kleine Auswahl betrachten:

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Die berühmtesten Künstler haben ihre eigenen Säle, und einige Werke werden in den Reiseführern besonders hervorgehoben, beispielsweise Botticelli mit dem Frühling (Primavera) oder der Geburt der Venus.

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Primavera gehört zu den bekanntesten und am häufigsten reproduzierten Werken der abendländischen Kunst mit immerhin 190 verschiedenen Pflanzenarten. Botticelli behandelte gerne allegorische Themen, die bei der intellektuellen Elite des Hofes der Medici sehr beliebt waren, die aber eine heutige Deutung erschweren. Eine sympathische Deutung wäre: Thema ist die „Herrschaft der Venus“. Zephyr, der Gott des Westwindes ganz rechts im Bild, verfolgt Flora, die römische Göttin der Pflanzen. Alles, was sie berührt, wird zu Pflanzen, so auch links neben ihr die Göttin des Frühlings, die gerade dabei ist, Blumen auszustreuen. Im Mittelpunkt steht die Venus, die Göttin der Liebe, die den Betrachter mit der Geste ihrer Hand und mit ihrem Blick in ihr Reich einlädt. Darüber schwebt Amor, der gerade den Bogen spannt in Richtung auf die drei Grazien, die in einem Frühlingsreigen verbunden sind. Ganz links steht Merkur, der in einer symbolischen Geste die angedeuteten Wolken beiseiteschiebt. Nach dieser Deutung wäre das Bild also eine Glorifizierung der erotischen Liebe.

Raffael und Michelangelo viele Madonnen gemalt, besondere Hervorhebung finden in den Uffizien die Madonna mit dem Stieglitz (in den Händen von Jesus und Johannes dem Täufer) und die „Heilige Familie“ Michelangelos auch mit dem Johannes.

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Die Heilige Familie steht im Mittelpunkt, an der Mauer, die die Figurengruppe im Vordergrund von der im Hintergrund abgrenzt, steht ein weiterer Knabe, der aufgrund des umgehängten Kamelfells als Johannes der Täufer identifiziert werden kann. Über das Bild ist viel gerätselt worden. Bis ins 17. Jahrhundert hinein galt es allgemein nur als Andachtsbild, das darstellt, wie Joseph Maria, die gerade ihre Lektüre beendet hat, das Christuskind reicht. Erst dann versuchte man in dem Bild eine Allegorie zu sehen.

So soll die Hauptgruppe im Vordergrund für die katholische Kirche stehen während die Akte im Hintergrund, die von manchen als Faune gedeutet werden, Symbole des klassischen Altertums darstellen.

Von Leonardo da Vinci wird die „Verkündigung“ besonders hervorgehoben. Das Bild ist seit 1867 in der Galleria degli Uffizi, Florenz, ausgestellt. Es befand sich ursprünglich in der Kirche San Bartolomeo in der Abtei von Monte Oliveto Maggiore. Das Bild zeigt eine Begebenheit des Neuen Testaments: Erzengel Gabriel berichtet Maria in Nazareth, dass ihr Sohn Jesus Christus zur Welt kommen wird.

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Die Venus von Urbino ist ein um 1538 entstandenes Ölgemälde des italienischen Malers Tizian. Es stellt eine nackte junge Frau auf einem Bett in einem Innenraum dar. Üblicherweise gedeutet wird sie als die Göttin Venus, obwohl in dem Bild keins ihrer üblichen Attribute zu sehen ist. Das Bildnis der jungen Frau ist von der Kunstgeschichte kontrovers interpretiert worden. Eine Sichtweise möchte das Bildnis als Gleichnis auf die Ehe verstanden wissen; dafür spricht bspw. die sog. Ehetruhe im Hintergrund.

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Nach der Hochzeitsbild-Theorie sollte das Bild zur erotischen Erziehung der minderjährigen Braut Giulia (geb. 1523, Heirat 1534) des Herzogs von Urbino Guidobaldo II. dienen, die erst 1538/39 in das Alter kam, in dem die Ehe vollzogen werden konnte. Die Fürstin war auf die Rolle der Mutter vorzubereiten, welche die Dynastie zu sichern hatte. Ebenfalls interpretiert wurde, dass dem Betrachter ein Gleichnis der ehelichen Sexualität präsentiert wird, bei dem sich aufreizende erotische

Aspekte mit ehelichen Tugenden (z. B. Treue, Attribut: Hund) verbinden.

In den langen Gängen der Uffizien waren an den Innenwänden kurz unter der Decke auch Porträts besonderer Persönlichkeiten bis zur Mitte des 18. Jh. zu sehen. Eine Überraschung war, darunter auch August den Starken zu entdecken. Naja, er war ja auch allerchristlichster König von Polen und ist extra für die Königskrone Katholik geworden.

Nach so vielen Kunstwerken waren wir glücklich, einen schönen Platz mit Aussicht auf den Dom sowie den Palazzo Vecchio auf der Cafeterrasse der Uffizien zu bekommen, wo wir einen leckeren Rosewein verkosteten. Zum nicht gerade preiswerten Wein gab es aber noch als Snack so was wie italienischen Speckkuchen und so brauchten wir kein Mittagessen. So waren wir nach dieser geruhsamen Pause gestärkt für weitere Taten!

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Durch die Via di Neri ging es also zur nächsten großen Kathedrale Santa Croce. In der Via de Neri fiel uns auf, dass da ganz viele alteingesessene Feinkostläden mit köstlich italienischen Antipasti, Panini und Weinausschank für 2 € je 0,2 l-Glas waren. Aber es gab auch Riesenschlangen von Touristen, um ans Buffet sowie an einen der Stehtische zu kommen. Zum Glück hatten wir keinen Hunger und brauchten so nicht anstehen!

Die von 1294 an erbaute Franziskanerkirche Santa Croce, zu der der Legende nach der heilige Franz von Assisi selbst den Grundstein legte, wird auch als „Pantheon von Florenz“ bezeichnet. Dies liegt allerdings nicht an ihrer Architektur, sondern daran, dass sich hier die Grabmäler von Machiavelli, Michelangelo, Galileo Galilei und Gioachino Rossini sowie Gedenkstätten für viele andere berühmte Italiener wie zum Beispiel Guglielmo Marconi befinden. Im Übrigen ist die Kirche in ihrer Anlage zwar von der klassischen Einfachheit franziskanischer Kirchenbauten geprägt, die hier allerdings ins Monumentale gesteigert ist, und mit Fresken von Giotto und anderen Meistern ausgestattet. Mann, wie viele Bilder hat denn der Giotto da überall geschaffen?

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Links von der in Marmor verkleideten Front steht ein Denkmal für Dante Aligheri und rechts liegt der schöne Klostergarten mit kleineren Kapellen.

Vor der Kathedrale ist ebenso wie bei der Basilika Santa Maria Novella ein großer Platz mit vielen kleinen Trattorias, Ristorantes, Pizzerias, Osterias…

Nachdem wir den Hochaltar, die Fresken und Gemälde in den Kapellen bewundert hatten, standen wir ehrfürchtig vor den Gräbern großer Künstler und Geistesgrößen.

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Schön, dass auf diese Weise das Andenken an diese Persönlichkeiten gewahrt wird.

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Auch Santa Croce hatte wieder schöne Kreuzgänge und Klostergärten.

Nun war es Zeit, durch die Gassen der Altstadt zu wandern und bei einem richtigen, nicht-vom-tourismus-verdorbenen Italiener eine Stärkung zu nehmen. Den waschechten Italiener fanden wir an der Piazza Salvemini, Kreuzung Borgo degli Albizi, wo der gute toskanische Wein sogar für 9 € zu haben war.

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Durch die Borgo degli Albizi konnten wir auf geradem Wege vorbei an vielen kleinen Boutiquen und großen Palazzos über die Piazza della Republica direkt zum Hotel kommen. Aber da war ja noch der prächtige Palazzo Strozzi im Wege, in dem immer Sonderausstellungen stattfinden.

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Gerade gab es die Ausstellung moderner Kunst von Kandinsky zu Pollock mit Leihgaben aus dem Guggenheim-Museum.

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Na diese Gelegenheit ließen wir uns doch nicht entgehen, obwohl der Eindruck der Werke auf uns recht unterschiedlich wirkte. Standen sie doch sehr grass im Gegensatz zu den gerade erst besichtigten Kunstwerken des Mittelalters und der Renaissance und waren teilweise kaum verständlich, es sei denn man vermutete NATO-Stacheldraht oder einfach nur Rechtecke und Ähnliches hinter der Darstellung.

Mit einem Cappuccino im schönen Innenhof des Palazzos war schließlich der so sehr mit Kunstwerken aller Epochen angefüllte Tag auch zu Ende gebracht. Für das Ausruhen nach diesen vielstündigen „Strapazen“ war unser nahegelegenes Hotel ja bestens geeignet. Wir waren nun wirklich erschlagen von der Vielfalt der Erlebnisse.

Am letzten Tag stand der Besuch der Galleria dell‘Accademia bevor, und auch dafür hatten wir schon die Eintrittskarten für 10:30 via Internet reserviert.

Auch zur Galleria war es nur ein kurzer Spaziergang – vorbei am Palazzo Medici Riccardi, in dessen schönen Innenhof wir einen Blick werfen konnten.

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Dieser Palast ist von Cosimo Medici dem Alten 1444 in Auftrag gegeben worden in der Absicht, ihn nicht zu prachtvoll werden zu lassen, damit nicht der Neid der anderen Patrizierfamilien erregt werde. Der Bau ist ein typisches Beispiel für die Architektur der Frührenaissance im bürgerlichen Palastbau: ein geschlossener, breit gelagerter, kubischer, meist dreigeschossiger Baukörper von klar gegliederter Monumentalität, eine glatte Wandfläche mit strengen geometrischen Formen der Fenster und Türen in langer, regelmäßiger Reihung, fast schon langweilig. Aber für den Palast selbst mit seinen Kostbarkeiten blieb keine Zeit, denn auch der vierte und letzte Tag war voll verplant!

Die Galleria dell’Accademia war die erste Akademie für Malerei in Europa. Sie wurde 1563 unter der Schirmherrschaft des Cosimo I. de’ Medici von drei der bedeutendsten Künstler des Manierismus gegründet. Großherzog Leopold der Toskana dekretierte 1784, dass alle Malschulen in Florenz unter einem Dach und unter der Leitung der Accademia zusammengefasst werden sollten, und dass sie eine Galerie mit Gemälden alter Meister enthalten solle, um den jungen Künstlern bei ihren Studien zu helfen.

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In den Räumen der Accademia stehen der David von Michelangelo, seit er 1873 von seinem Standplatz am Palazzo Vecchio zu seinem Schutz hierher gebracht wurde, ebenso wie seine Gefangenen, Giambolognas Originalplastiken für den Raub der Sabinerin, sowie herausragende Gemälde des 13. bis 16. Jahrhunderts. Der Großherzog entschied darüber hinaus, dass zu den Künsten, die von der Accademia gefördert werden sollten, auch die Musik gehören sollte. So gibt es auch eine Ausstellung wertvoller Musikinstrumente u.a eine Stradivari von 1716 und ein Cello von Amati 1650. Auch die Sammlung russischer Ikonen im zweiten Stock ist sehenswert!

Da wir die bestellten Karten noch abholen mussten, waren wir schon eine Stunde vor unserem Slot am Eingang – aber hier war ein wahnsinniges Gedränge und eine Extrakasse für die Bestellungen wie bei den Uffizien gab es gar nicht. Aber auf meinen Rollator wurde sofort einer der Ordnungshüter aufmerksam, holte uns persönlich mit dem Voucher die Karten und führte uns direkt zum Durchleuchtungscheck – die Sicherheitsleute winkten uns gleich durch, einfach an der Schleuse vorbei. Mann sind die Italiener nett zu den Behinderten!

Und nun einige Eindrücke von der Accademia!

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David wird in der Bereitschaft gezeigt mit der Schleuder den Goliath zu töten. Die Geschichte dieses 4 m hohen und 4 Tonnen schweren Monuments ist schon interessant. Nachdem die Signoria 1501 einen großen Marmorblock erworben hatte sollte Leonardo da was draus machen. Doch Leonardo wagte sich nicht daran. Das war die Chance für den noch sehr jungen Michelangelo, der drei Jahre den David aus dem vollen Block herausschlug. Bei den Gefangenen kann man sehr gut die Arbeitsweise Michelangelos erkennen. Er begann aus dem Block ein Relief herauszuschlagen und arbeitete sich in den Stein immer weiter von den Seiten hinein. Als Vorlage nutzte er Gipsmodelle. Links vom David sieht man im Saal der Gipsmodelle viele dieser Vorlagen aus seiner Werkstatt.

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Rechts vom Dante befinden sich die Florentinersäle mit Gemälden des 15.-16. Jh. und links in den Byzantinersälen sind Kunstwerke des 13.-14. Jh. zu sehen. Mit dem Fahrstuhl kommt man zur Ikonensammlung.

Beinahe hätten wir noch die Instrumentensammlung verpasst, erst im Souvenirshop am Ausgang wurden wir darauf aufmerksam und sind gleich noch einmal durch alle Säle zurück gewandert zu diesen Ausstellungen.

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Mit den Besichtigungen in der Accademia waren wir viel schneller fertig als im Palazzo Pitti oder in den Uffizien. Die „Malschule“ ist eben deutlich kleiner. Aber gleich nebenan war ja die Piazza San Marco mit einer weiteren großen Basilika. Die Kirche gehört zum im Jahr 1299 gegründeten Benediktinerkloster und wurde um das Jahr 1310 fertiggestellt. In den Jahren 1437 bis 1452 wurden weite Teile der zerfallenen Gemäuer im Auftrag Cosimo de’ Medicis erneuert.

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Als Gegenleistung erhielt er dafür vom Papst eine Ablassurkunde, deren erste Zeile er über dem Eingang zur Sakristei anbringen ließ: „Cum hoc templum Marco evangeliste dicatum magnificis sumptibus cl. v. Cosmi de Medicis tandem absolutum esset.“ Im Chor der Kirche befindet sich das im Jahr 1717 erschaffene Fresko Triumph der Maria. Neben dem Chor befindet sich eine Kapelle, die um das Jahr 1594 gebaut wurde. Eine andere Kapelle wurde dem Heiligen Antonino gewidmet, der lange Jahre Prior des Klosters war, und zählt zu den bedeutendsten Werken von Giovanni Bologna. Sie  entstand in den Jahren 1578 bis 1589. Ganz besonders beeindruckt hat aber die wunderschön gestaltete Decke im Mittelschiff der Basilika.

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Von San Marco ist es auch nicht weit bis zum Mercato und da hatten wir zuvor an einem Stand schöne Bilder einer Fischsuppe gesehen, und die wollten wir gern probieren. Die deutsche Betreiberin des Marktbistros war sehr gesprächig, aber die Fischsuppe war wirklich nicht Besonders. Als sie fragte, ob sie uns schmeckt, konnte ich nur antworten, dass wir eigentlich etwas Anderes erwartet hatten. So hatten wir den einzigen Reinfall unserer Italienreise einer Dame aus Deutschland zu verdanken.

Nun wollten wir nur noch die Capella di Medici bewundern. Die Medici-Kapellen in Florenz sind die Grabkapellen des Fürstengeschlechtes der Medici an der Kirche San Lorenzo. Es handelt sich dabei um die Krypta, die Alte und Neue Sakristei sowie die Fürstenkapelle. Zudem sind auch in der Alten Sakristei Angehörige der Medici begraben. Die Medici-Kapellen sind nicht von der Basilika aus zugänglich, sondern der Eingang in die Gruft liegt an der Rückseite der Basilika San Lorenzo, und auch hier werden die Besucher vor dem Eintritt durchleuchtet – wir mit unseren Freitickets nicht.

Zunächst sahen wir in der Krypta die Skulptur der schönen Prinzessin Anna Maria Luisa (1667-1743), Tochter von Cosimo II., die wohl den Stammbaum der Medici bewachte, in dem sie mit ihren beiden ebenfalls kinderlosen Brüdern Ferdinando und Gian Gastone auf dem letzten Ast sitzt.

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1737 stirbt der Herzog Gian Gastone an seiner Fresssucht und seine Schwester vermacht alle Kunstschätze der Stadt Florenz. Franz von Lothringen, der Mann von Maria Theresia von Habsburg und Kaiser des Heiligen Reiches Deutscher Nation wurde nun auch noch Herzog der Toskana.

In der Krypta gibt es mehrere Vitrinen mit Reliquien aller möglichen Heiliger. Es sind bestimmt 20 Stück, die hier in wertvollen Gefäßen liegen. Beim Betrachten sprach mich eine nette Aufsichtsdame an, ob ich denn nicht in die Fürstenkapelle und in die Sakristeien wolle. Klar wollen wir das, und so bekommen wir extra einen Fahrstuhldienst weit nach oben organisiert.

Der monumentale Komplex der Medicikapellen ist in engem Bezug zu der Kirche San Lorenzo zu sehen, und diese kann als „offizielle” Kirche der Medici bezeichnet werden, die ihr den Vorzug gab, seitdem die Familie in dem nahegelegenen Palazzo Medici-Riccardi ihren Wohnsitz hatte. Das spezifische Projekt, hier ein großes Familiengrab zu schaffen, nimmt mit dem Jahr 1520 seinen Lauf, als Michelangelo sich an den Bau der Neuen Sakristei machte, auf Anregung des Kardinals Guilio de’ Medici, dem späteren Papst Clemens VII., der beabsichtigte, einigen berühmten Mitgliedern der Familie ein Grabdenkmal zu errichten: Lorenzo il Magnifico und dem Bruder Giuliano, später dann Lorenzo Herzog von Urbino und Giuliano Herzog von Nemours.

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In der Fürstenkapelle (Cappella dei Principi), einer großen gewölbten oktogonale Halle, befindet sich die Grablege jener späteren Angehörigen der Familie, die in der alten und der neuen Sakristei der Basilika keinen Platz mehr fanden. Sie stammt aus der Zeit nach der Erhebung der Medici in den Großherzogsstand. Fast fünfzig weniger bedeutende Familienmitglieder sind in der Krypta begraben.

Der Eintritt in die Fürstenkapelle hat uns wegen der Großartigkeit fast symbolisch erschlagen. Es handelt sich um einen prunkvollen und bombastischen Grabkomplex, dessen Bau sich von 1604 bis 1640 erstreckte, nach einem Entwurf von Giovanni de’ Medici, einem Mitglied der Familie, der sich in alles andere als dilettantischer Weise mit Architektur befasste. Das Mausoleum sollte mit seiner großen Kuppel und seinem von Marmor glänzenden Innern von der Größe der mediceischen Dynastie zeugen, die sich bereits sicher auf dem Thron der Toskana festgesetzt hatte. So ist der achteckige Saal, der die Leichname der Großherzoge beherbergen sollte, beinahe vollständig mit Schmucksteinen und Marmor ausgetäfelt, und die großen Marmorsarkophage stehen versehen mit Bronzestatuen in Nischen. Die Sarkophage sind aber nur symbolisch, die eigentlichen Gräber befinden sich unter der Krypta.

Die Ausführung der Intarsien (Einlegearbeiten) aus Schmucksteinen zogen sich aufgrund schwer zu findenden Materialien und der sehr hohen Kosten über Jahrhunderte hinweg. Diese Intarsienkunst wurde bis heute für Florenz ein gut florierender Geschäftszweig. Ein kleines Stückchen (4 x 4 cm) Steinplatte mit eingelegten geschliffenen Steinen kostet ab 300 €.

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Auch in den Sälen neben der Kapelle gibt es Reliquien zu bewundern.

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Nun ist es ja so, dass im Mittelalter die Reliquien sehr wertvoll waren und dazu führten, dass ganze Pilgerströme die Kirchen mit bestimmten Reliquien aufsuchten. Da machten nicht nur die Kirchen, sondern auch die Herbergen und Schenken ihr Geschäft. Aber so eine Inflation an Reliquien von allen möglichen Heiligen gibt es wohl nur in Florenz!

Na mal sehen, ob uns der Besuch der Reliquien auch was nutzt im Hinblick auf Gesundheit oder Lottogewinn.

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Schön, dass wir diese Eindrücke auch noch mitnehmen konnten.

Kaum waren wir wieder im Hotel gelandet, kam nach vier Tagen Sonne nun doch Regen. So konnten wir unser Abschiedsessen nicht im Freien planen.

Unser Abschiedsbummel führte wieder durch die alten Gassen über die Ponte Santa Trinita bis hin zur Basilika Santo Spirito – eine Renaissance-Kirche mit Augustinerkloster. Dem Bau lag eine Vorgängerkirche der Augustiner aus dem 13. Jh. zu Grunde. Von diesen Bauten ist nur noch das Refektorium erhalten. 1430 bekam Brunelleschi den Auftrag zur Neugestaltung der Kirche, und so steht sie noch heute,

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Dort fand gerade ein Fest des Vereins statt, der das traditionelle mittelalterliche Ballspiel „Calcio Fiorentino“ pflegt. Das ist ein Spiel, das nur in Florenz gespielt wird und an eine Mischung aus Fußball und Rugby erinnert! Das T-Shirt des Vereins konnte man sogar für 99 € erwerben. Wir haben das Geld aber lieber in einer gemütlichen Trattoria am Kirchenplatz gelassen, wo es unter anderem Pasta mit Trüffeln gab.

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Nun hieß es Arrivederci Italia:

Am nächsten Morgen wurde unser Auto pünktlich zum Hotel gebracht, und wir fuhren ohne Stau in Richtung Alpen, wo sich das Wetter jedoch sehr verschlechtert hatte – mit Regen, Wind und Kälte. Aber zu Hause war schon wieder eitel Sonnenschein.

Padua und Florenz mit ihren unermesslichen Kulturschätzen waren diese Reise wert, und wir fanden auch, dass die Italiener sehr freundlich und hilfsbereit waren. Preis-Leistung haben gestimmt und das Wetter sowieso!

Dad


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