Ein Kurzausflug zu Eichners an den Gardasee 7.-12.7.2017

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Joci hatte die gute Idee zum Familienurlaub an den Gardasee, im ausgedehnten Campingplatz La Quercia bei Lazise. Dort gibt es Maxicaravans mit Klimaanlage in vorderster Reihe zum breiten Sandstrand des Gardasees.

Einer davon war für Familie Joachim (Joci) Eichner reserviert:

In einem anderen Maxicaravan mit direktem Zugang zum See wohnten Vater Gottfried und Gunter (Juente). Da war auch noch Platz für Onkel Meikel!

Wie überall am Gardasee gibt es auch auf La Quercia ringsum dieses herrliche Bergpanorama mit den in die Landschaft eingebetteten kleinen Ortschaften, bei denen der stets ähnliche Bau der Kirche besonders markant herausragt.

Bei Regen in Pyrbaum gestartet, kam schon am Brenner die Sonne heraus und lud zu einem kleinen Imbiss ein, der dann nach Ankunft mit den Eichnermännern noch mit Kaviar und Wein verstärkt fortgesetzt wurde. Hier herrschten Sonne und  34 Grad!

Zum Abendessen aber suchten wir Lazise auf. Im Jahre 983 wurde die Ortschaft bereits unter Otto von Sachsen zur Gemeinde. Dieser sehr schöne Ort glänzt mit einer beeindruckenden Stadtmauer, einer typischen Scaliger Burg, den zwei ursprünglich aus dem 12. Jh. stammenden Kirchen San Zeno und San Nicolo, einem kleinen Hafen, vielen kleinen Gassen mit allen möglichen Läden, gepflegten Parkanlagen und einer breiten Uferpromenade. Der Name Lazise leitet sich vom lateinischen „lacus“ ab und bedeutete wohl „villaggio lacustre“ („Seedorf“). Die Burg wurde gegen Ende des 9. Jahrhunderts zur Verteidigung gegen die Hunnenplage erbaut. Mehrere Umbauten sowie zusätzliche Festigungswerke folgten. Die Scaliger-Burg zählt zu den besterhaltenen Festungsanlagen am Gardasee. Neben seinen fünf etwas kleineren Türmen besteht es aus einem mächtigen Hauptturm. Der Burgkomplex befindet sich in einem weitläufigen Park. Ab 1607 wurde das Arsenal unter Herrschaft der Venezianer zur Zollstelle. Nachdem sich die napoleonische Besetzung (ab 1796) zurückgezogen hatte, war der Ort von 1815 bis 1866 in österreichischem Besitz, dann kam er zum Königreich Italien.

Neustes geschichtliches Ereignis: In den Gassen von Lazise bekam Vater Gottfried einen schönen Sonnenhut!

Es waren viele Leute in Lazise unterwegs und die vielen Restaurants waren gut besetzt.

Aber wir fanden doch noch einen Tisch in vorderster Uferfront. Eine halbe Stunde später hätte das nicht mehr geklappt, denn da warteten schon Gäste auf einen freien Tisch. So konnten wir einen herrlichen Sonnenuntergang mit leckerer italienischer Küche und Wein sowie deutschem Weizenbier erleben!

Beim Weg zurück zum Parkplatz genossen wir das typische Flair der italienischen Sommernacht – auch mit Musik aus Südamerika.

An diesem lauen Abend war Eis besonders begehrt, und vor den Eisdielen standen die Menschen Schlange. Da hatten es die Textilläden schon schwerer, Kunden anzuziehen!

Und so endete dieser schöne Ausflug wo er begonnen hatte – an der alten Burg und Stadtmauer, wo auch sehr romantische Restaurants eingebettet sind!

Eigentlich wäre ich gern am zweiten Abend nach Verona gefahren, zur Oper „Madam Butterfly“ in der Arena. Aber es war ja viel zu heiß. So war es sicher komfortabler am See zu bleiben, zumal die Jocifamilie zum ausgiebigen Fischessen mit bunten Salaten einlud! Julia und Joci transportierten die Köstlichkeiten mit dem Elektroroller, und schon konnten das Fischgrillen und anschließende Dinner beginnen, auch mit Julia und Gunda. Lecker, lecker!

Bei den täglich hohen Temperaturen war es natürlich am angenehmsten, die Zeit am See zu verbringen. Juente allerdings machte täglich seine ausgedehnte Fahrradtour, während die Jocifamilie mit Opa Gottfried sich oft am großen Pool tummelten. Enkel Joko wurde vom Opa auch mal bei Computerspielen betreut. Natürlich lockte auch der nahegelegene Vergnügungspark „Gardaland“ mit seinen Attraktionen.

So verging die Zeit mit viel Erholung und abendlichem Weintrinken auf der Terrasse wie im Fluge. Aber am letzten Tag war es nicht ganz so heiß und Onkel Meikel unternahm mit Juente einen Nostalgieausflug in die Berge von San Zeno di Montagna sowie nach Torri del Benaco. Hier in der Nähe – in Pai – hatten wir ja in früheren Jahren zwischen 1994 und 2001 viele schöne Urlaubstage mit Freunden verbracht. Von Pai aus hatten wir schweißtreibende Wanderungen durch den Busch bis in die Höhe nach San Zeno unternommen, wo wir mit dem herrlichen Panoramablick sowie mit gutem Wein und leckerem Essen in der „Albergo San Remo“ belohnt wurden. San Zeno di Montagna liegt auf 690 m Höhe unterhalb des Monte Baldo. Da galt es zuerst, den Panoramablick zu genießen.

Die imposante Chiesa parrocchiale di San Zeno Vescovo in San Zeno di Montagna erhebt sich mitten im Ort. Da lohnt doch ein Besuch zu Ehren des heiligen Zeno! Am 8. Dezember 362 wurde Zeno achter Bischof von Verona. Gerühmt wird von christlichen Autoren seine unerschrockene Tatkraft gegen das Heidentum Er gilt als großer Prediger und Gelehrter. Allein seine Predigten und seine Ausstrahlung sollen, so heißt es, viele Heiden und Juden zum Christentum bekehrt haben.

Eine Enttäuschung war aber die Albergo San Remo. Die heißt heute Hotel und bietet zur Mittagszeit für Gäste nur Getränke an.

Was soll es, es gibt noch viele andere Restaurants in San Zeno mit herrlichem See- und Bergblick! Auch das Ristorante Panoramico gegenüber der Kirche.

Hier gab es eine hausgemachte Pasta in ungewöhnlich roter Farbe, knusprig gegrilltes Gemüse, ein saftiges Riesen-T-Bone-Steak sowie eine  kühle Flasche Lugana. Es war fast so wie vor 20 Jahren, nur die Preise waren inzwischen doch ganz andere.

Über steile Serpentinen ging es bald 600 m nach unten ins beschauliche Torri del Benaco. Ja, es war sehr, sehr beschaulich, denn im Vergleich zum belebten Lazise war Torri nahezu menschenleer. Auch die Hotels boten alle noch Zimmer an.

Im Gegensatz zu Torri ist der kleine Ort Pai aber viel belebter geworden. Es reiht sich ein Hotel an das andere, und direkt am steinigen Ufer ist so manches Cafe entstanden.

Woher kommt bloß ein solcher Unterschied?

Nun hieß es wieder entlang der Gardasena nach Lazise zurück zu fahren.  Den letzten Abend wollten wir ja noch gemeinsam vor unserem Maxicaravan sitzen, essen, trinken und plaudern. Da passte es gut, dass wir noch viele kleine Kaviar- und große Hühnereier hatten: Onkel Meikel bereitete das Abendmahl – und Joci trug mit leiser Musik und Lichtorgel zur Romantik bei!

Tschüss Julia, Joy und Ihr vier Eichnermänner , es war eine schöne Zeit mit Euch!

Am nächsten Morgen ging die Reise los, und in München wollten ja Sascha und Petja aus Moskau erst 18:15 Uhr landen. Die wollte ich ja abholen. Also hatte ich viel Zeit. So fuhr ich die Gardesana am Ostufer entlang bis zum nördlichen Seeabschluss in Riva, von dort durch das Gebirgstal über Arco und Vezzano bis Trento. Erst hier ging es wieder auf die Autobahn zum Brenner! Wunderschöne Landschaften waren die Belohnung und in Vezzano schmeckte der Espresso in der Dorfkneipe besonders gut!

Und schon ist der Flughafen München in Sicht – noch Zeit für ein kleines Bier!

Aber die Resi im Biergarten bringt kein kleines Bier: „In Bayerischen Biergärten ist ein halbes Maß das kleinste Glas!“ Na in Bayern darf man ja auch nach zwei Maß noch Auto fahren! – Sascha und Petja kommen pünktlich an, und bald sind wir zu Hause in Pyrbaum!

 


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